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Nachhaltiges Investieren

Politik und Wirtschaft haben erkannt, dass unsere Gesellschaft ökologisch umgebaut werden muss. An der Klimakonferenz in Paris Ende 2015 wurde für die Zeit nach 2020 ein neues Übereinkommen verabschiedet, welches erstmals alle Staaten zur Reduktion der Treibhausgasemissionen verpflichtet. Damit wird die bisherige Unterscheidung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern weitestgehend aufgehoben.


Das Übereinkommen von Paris ist ein rechtlich verbindliches Instrument unter dem Rahmenüberein­kommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (Klimakonvention, UNFCCC). Es enthält Elemente zur sukzessiven Reduktion der globalen Treibhausgasemissionen und basiert erstmals auf gemeinsamen Grundsätzen für alle Staaten.


Welche Rolle kann und soll der Finanzsektor zur Unterstützung der Nachhaltigkeit im Umweltbereich spielen? Es ist unseres Erachtens und angesichts der globalen Herausforderungen an die Umwelt nicht nur möglich oder sinnvoll, sondern sogar nötig, auch im Finanzgeschäft die Anreize richtig zu setzen. Aber nicht in erster Linie statische regulatorische Vorgaben, sondern «Risk-Return»-Überlegungen verbunden mit verständlichen Geschäftsmodellen sollen das Verhalten der Anleger leiten.


Nun ist «Nachhaltigkeit» zunehmend vor allem im Zusammenhang mit der Umwelt ein oft gehörter Begriff, der auch die Banken und Asset Manager erfasst hat. Dabei wird seitens der Produkteanbieter oft auf das heute trendige Label ESG, «Environmental, Social and Governance» oder zu Deutsch «Umwelt, Soziales und Unternehmensführung» verwiesen.


Es ist jedoch aus unserer Sicht für Kapitalanleger entscheidend, den Unterschied zwischen ESG und Impact-Investing zu verstehen. ESG hat nichts mit nachhaltigem investieren zu tun. ESG beurteilt lediglich das Verhalten der Unternehmen. Also zum Beispiel: sind sie gut zu ihren Lieferanten, etc. Umweltbewusstsein ist nur eines von drei Kriterien. ESG bezieht sich jedoch nicht auf das Business-Modell eines Unternehmens. Deshalb können unter Umständen sogar Erdölkonzerne ein gutes ESG-Rating erhalten.


Bei Impact-Investing hingegen geht es darum Unternehmen zu finden, deren Produkte einen direkten Einfluss auf nachhaltige Ziele haben, deren Technologien sich unmittelbar positiv auf die Gesellschaft oder die Umwelt auswirken (z.B. Erneuerbare Energien, Recycling, Bildung, medizinische Versorgung, etc.). Asset Manager und Kapitalanleger stehen also vor der Herausforderung, Unternehmen zu identifizieren, deren Geschäftsmodell auf Nachhaltigkeit beruht. Weltweit sind rund 5000 liquide Aktien an verschiedenen Börsen kotiert. Jedoch lediglich ca. 250 – 300 davon dürften die Kriterien für Impact-Investing erfüllen. Es gibt jedoch auch zahlreiche andere Möglichkeiten in nachhaltige Projekte zu investieren, zum Beispiel in Form von Private Debt.


Geld anlegen und Gutes tun: Wenn wir das Pariser Klimaabkommen ernst nehmen, braucht es die Zusammenarbeit aller. Durch Impact-Investitionen haben Kapitalanleger die Möglichkeit einige der grössten Herausforderungen unserer Zeit anzugehen – vom Klimawandel bis zur Wasserknappheit, vom fehlenden Zugang zu Gesundheitsversorgung bis zur Bildung. Und das ohne Kompromisse beim Ertrag. Wie bei einem traditionellen Investment investieren Anleger auch hier, um ihr Vermögen zu steigern. Aber nur in Unternehmen, die die Welt positiv und nach ihren Vorstellungen und Werten gestalten.


Bei RML Advisory arbeiten wir exklusiv mit sorgfältig ausgewählten Investmentgesellschaften zusammen, deren Produkte einen direkten Einfluss auf nachhaltige Ziele haben und deren Technologien sich unmittelbar positiv auf die Umwelt auswirken. Dabei ist es für uns essentiell das Geschäftsmodell im Detail zu verstehen, Chance und Risiko zu identifizieren und zu beurteilen und die handelnden Personen persönlich zu kennen.


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